Opferberatung NRW

Betroffene rechtsextrem oder rassistisch motivierter Gewalt können Menschen sein, die aufgrund von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder anderer Zuschreibungen diskriminiert werden oder die sich politisch gegen die extreme Rechte engagieren.

Mit der Unterstützung von zwei Beratungsstellen für Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt verfügt Nordrhein-Westfalen über ein landesweites Angebot für Betroffene und deren Angehörige. Die Beratung ist kostenlos, anonym und unabhängig von einer Strafanzeige bei der Polizei. Der Beratungsansatz ist aufsuchend und orientiert sich an den Belangen der Betroffenen. Gemeinsam mit diesen versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstellen neue Perspektiven zu eröffnen, indem sie umfassend beraten und Kontakte zu weiteren Beratungsangeboten herstellen.

Seit Ende 2011 bietet in den beiden Landesteilen Nordrhein-Westfalens (Rheinland und Westfalen-Lippe) jeweils eine Beratungsstelle Unterstützung für Betroffene und Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt:

 

Back Up – Beratung für Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt

backup_logoBack Up unterstützt seit 2011 Opfer und Zeugen rechtsextremer und rassistischer Gewalt sowie deren soziales Umfeld in Westfalen. Die Beratungsarbeit wird von Anfang an mit Mitteln des Landes NRW sowie der Stadt Dortmund gefördert. Träger dieser Arbeit ist seit Januar 2014 der neu gegründete zivilgesellschaftliche Verein BackUp-ComeBack – Westfälischer Verein zur offensiven Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus e.V.

Grundlage der Arbeit ist die aufsuchende Beratung. Die Mitarbeitenden betreuen Menschen in ganz Westfalen-Lippe, die zum Ziel rechtsextremer und rassistischer Angriffe geworden sind oder bedroht wurden. Neben entlastenden Gesprächen und psychosozialer Beratung vermitteln sie erfahrene Ärzte, Anwälte, Psychologen. Sie begleiten Opfer und auch Zeugen zur Polizei und zu Gerichtsterminen. Auch leisten sie psychosoziale Unterstützung im Umfeld der Betroffenen und klären Entschädigungsansprüche.

Im Team von Back Up arbeiten zwei Sozialarbeiter, eine Sozialpädagogin, eine psychologische Beraterin und eine Juristin sowie eine administrative Projektassistenz. Die Beratung kann in Deutsch, Englisch und Türkisch erfolgen. Für weitere Sprachen werden Dolmetscher hinzugezogen. Die Mitarbeitenden orientieren sich ausschließlich an den Interessen der Ratsuchenden und unternehmen keine Schritte ohne Absprache mit den Betroffenen. Die Beratung erfolgt unentgeltlich und kann anonym gestaltet werden. Eine Anzeige ist keine Voraussetzung um das Angebot in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, die Betroffenen zu stabilisieren und ihnen Sicherheit zu geben.

Back Up
Beratung für Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt (Westfalen)
Königswall 36
44137 Dortmund

Tel.: 0172 – 1 04 54 32
Tel.: 0231 – 53 20 09 40

contact@backup-nrw.org
www.backup-nrw.org

 

Opferberatung Rheinland

obr-120x63Die Opferberatung Rheinland (OBR) unterstützt in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Das Angebot richtet sich an unmittelbar Betroffene, aber auch an Ratsuchende aus ihrem persönlichen Umfeld sowie an Zeuginnen und Zeugen von Gewalttaten.

Die OBR bietet einen sicheren Raum, über das Erlebte zu sprechen und neue Handlungsspielräume zu gewinnen, hilft bei juristischen Fragen, begleitet auf Wunsch zur Polizei oder organisiert z.B. therapeutische Hilfe. Die Beratungsstelle arbeitet proaktiv und aufsuchend, ist unabhängig von Behörden und parteilich im Sinne einer konsequenten Opferperspektive. Die Beratung erfolgt vertraulich, ist kostenlos und setzt keine Anzeige bei der Polizei voraus.

Ratsuchende können telefonisch oder per E-Mail den Erstkontakt herstellen. Auf der unten angegebenen Website gibt es zudem das Angebot einer anonymen Online-Beratung.

Opferberatung Rheinland, c/o IDA-NRW

Volmerswerther Str. 20
40221 Düsseldorf

Birgit Rheims
Tel.: 0211 – 1 59 25 56 65

info@opferberatung-rheinland.de
www.opferberatung-rheinland.de

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