Die AfD im Münsterland und nördlichen Ruhrgebiet

Die AfD im Münsterland und nördlichen Ruhrgebiet

mobim-analyse 09/2016

Nach den Erfolgen bei den Landtagswahlen: Neue mobim-analyse zu politischen Positionen, Auftreten und Organisation einer rechtspopulistischen Partei

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist auch im Westen angekommen: Neben 24,2 Prozent in Sachsen-Anhalt erreicht sie bei den gestrigen Landtagswahlen 15,1 Prozent in Baden-Württemberg und 12,6 Prozent in Rheinland-Pfalz. In Hessen ist sie mit zweistelligen Ergebnissen in viele Rathäuser eingezogen. „Im Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet sitzen VertreterInnen der AfD schon seit den Kommunalwahlen 2014 in den Stadträten und Kreistagen – und vertreten dort und auf der Straße immer deutlicher rechtspopulistische Thesen“ mahnt Dario Schach, Autor der nun vorgelegten mobim-Analyse.

Bei den Ratsmitgliedern der etablierten Parteien, aber auch Engagierten vor Ort sorgen die Äußerungen mancher AfD-VertreterInnen für Unverständnis – aber sie sind auch eine Herausforderung für das alltägliche Miteinander. Oft ist die Ratlosigkeit groß, wie mit der AfD umzugehen ist und welche Positionen ihre Mitglieder tatsächlich vertreten, bleiben sie doch in der Regel in der kommunalpolitischen Arbeit eher blass. „Hier wollen wir mit unserer Analyse Hilfestellung leisten für KommunalpolitikerInnen und Aktive in den Städten und Gemeinden“, so Anna-Lena Herkenhoff, Beraterin bei mobim.

In den letzten Monaten versucht die Partei immer deutlicher, die Diskussionen um Geflüchtete für sich zu nutzen. In einer „Herbstoffensive“ hat der Landesverband im vergangenen Jahr unter dem Motto „Asylchaos und Eurokrise stoppen“ zu Veranstaltungen und Demonstrationen auch im Regierungsbezirk Münster mobilisiert, so etwa zu einer Demonstrationen in Oelde oder zu unterschiedlichen Vorträgen in Bottrop, Marl und Münster, u.a. mit der Bundesvorsitzenden Frauke Petry. Der Ton wird dabei deutlicher. In Bezug auf die „Zuwanderung aus kulturfernen Regionen“ rief etwa der Sprecher des Kreisverbands Warendorf, Christian Blex, aus: „Wir wollen dies auch gar nicht schaffen!“.

Was diese „rechtspopulistischen Wende“ der AfD im Münsterland und nördlichem Ruhrgebiet für das Auftreten der Partei bedeutet und wie eine zivilgesellschaftliche Antwort darauf aussehen kann, darauf gibt die 26seitige Broschüre nun Antworten. Herkenhoff hierzu: „Die AfD wird nicht einfach von der Bildfläche verschwinden. Es gilt deshalb mehr denn je, sich mit dieser Partei und ihren Positionen auseinandersetzen. Dabei soll unsere neue Broschüre helfen.“

PDF-Version der Broschüre
PDF-Version der Broschüre zum ausdrucken (schwarz-weiß)

Eine Druckversion kann bestellt werden: kontakt@mobim.info.

 

Foto: Ziko van Dijk (Alternative für Deutschland, Infostand in der Innenstadt von Bocholt)